„Ohne Musik wäre das Leben ein Irr­tum.“ – das sag­te bereits Nietz­sche. Um uns eine beson­de­re musi­ka­li­sche Gat­tung näher zu brin­gen, hat unse­re lie­be Bun­des­schwes­ter Freya ihren Inak­ti­vie­rungs­vor­trag genutzt.

Die Oper bil­de­te den Rah­men ihres Vor­trags. Im Fokus stan­den jedoch die Hel­din­nen der ein­zel­nen Stü­cke. Damit wir die­se Frau­en und ihren Auf­tritt bes­ser ver­ste­hen konn­ten, begann Freya damit uns etwas über die Geschich­te der Oper zu erzäh­len. Begon­nen hat sie in der Anti­ke. Damals wur­de die thea­tra­li­sche Auf­füh­rung durch einen Chor beglei­tet. Die­ser hat gesun­gen, getanzt und hat­te eine wich­ti­ge Rol­le wäh­rend der Auf­füh­rung. Von der Anti­ke bis heu­te erfuh­ren wir über die „Wie­der­ent­de­ckung“ der Oper in der Renais­sance und von der Ent­wick­lung der The­ma­tik in der Oper. Auch das soge­nann­te Libret­to,  lern­ten wir ken­nen. Dabei han­delt es sich um ein Büch­lein, in wel­chem der Zuschau­er den Text der Oper nach­le­sen konn­te, um dem Gesche­hen bes­ser fol­gen zu kön­nen.

Anschlie­ßend lern­ten wir die Hel­din­nen ken­nen. 

Begon­nen haben wir mit der Köni­gin der Nacht aus Mozarts “Zau­ber­flö­te”. In der Zau­ber­flö­te geht es um Tami­no, einen jun­gen Mann, der von der Köni­gin der Nacht aus­ge­sandt wur­de um ihre Toch­ter Pami­na vor dem Fürs­ten Saras­tro zu ret­ten. Beglei­tet wird er dabei von Papa­ge­no. Aus­ge­stat­tet mit einer Zau­ber­flö­te und einem magi­schen Glo­cken­spiel machen sie sich auf, um Pami­na zu ret­ten. Im Ver­lauf die­ser Ret­tung erfährt die Geschich­te einen Wan­del, denn es scheint, als habe Saras­tro nur gute Absich­ten.
Um ein Gefühl für die Opern zu bekom­men sahen wir uns zu jeder Hel­din einen Aus­schnitt an. Hier sahen wir die Arie der Köni­gin der Nacht im Gespräch mit ihrer Toch­ter, die sie ver­such­te davon zu über­zeu­gen, Saras­tro zu töten, denn sonst: „bist du mei­ne Toch­ter nim­mer­mehr.“ Außer­dem sahen wir die Arie der Pami­na.

Wir begeg­ne­ten auch Vio­let­ta aus “La Tra­via­ta”. Vio­let­ta ist eine jun­ge Frau, die sich ihr Leben als Kur­ti­sa­ne finan­ziert. Als sie jedoch eine Bezie­hung mit Alfre­do beginnt, ist sei­ne Fami­lie nicht glück­lich damit und ver­sucht Vio­let­ta und Alfre­do davon zu über­zeu­gen sich zu tren­nen. Schließ­lich ver­lässt sie ihn, zum einen um sei­ne Fami­lie zu schüt­zen, da sie durch ihren Job in Ver­ruf gera­ten und zum ande­ren, da sie ster­bens­krank ist und denkt eine Tren­nung wäre ein­fa­cher für ihn als sie ster­ben zu sehen. Zu spät erfährt Alfre­do von ihren Beweg­grün­den und die Oper endet mit einer ergrei­fen­den Todes­sze­ne. Wir sahen uns sowohl die­se Sze­ne an, als auch „Semp­re libe­ra“, die Arie der Vio­let­ta.

Auch Car­men aus der gleich­na­mi­gen Oper haben wir ken­nen­ge­lernt. Eine Frau bei den Zigeu­nern in Sevil­la, die mit ihren Rei­zen spielt. Dabei ver­lie­ben sich die Män­ner in sie, sie schafft es bis zu ihrem Tod jedoch nicht eine Bezie­hung lang­fris­tig zu hal­ten. Sie ist frei von gesell­schaft­li­chen Nor­men und will sich ihre Frei­heit auch behal­ten. Im Lau­fe der Geschich­te ver­liebt sich jedoch eine Wache des Mili­tärs in sie und sie sich auch kurz­fris­tig in ihn. Schließ­lich kann sie sich doch wie­der nicht von ihrer Frei­heit tren­nen und weist ihn ab. Durch den Ver­lust des Jobs und die Zurück­wei­sung gekränkt, nimmt die Geschich­te einen schreck­li­chen Aus­gang und so wird Car­men schließ­lich von ihrer eins­ti­gen Lie­be, dem Wach­mann, getö­tet. Wir sahen uns, um ein Gefühl für Car­men zu bekom­men, das Stück „L’amour est un oise­au rebel­le“ an.

Wir lern­ten Leo­no­re ken­nen, die sich als Mann ver­klei­det und unter dem Namen Fide­lio (gleich­na­mi­ge Oper) ver­sucht ihren Ehe­mann aus dem . Gefäng­nis zu ret­ten. Hier sahen wir uns den Aus­schnitt an, in dem Leo­no­re sich bereit macht in das Gefäng­nis zu gehen.

Eine wei­te­re Dame war Turan­dot aus der gleich­na­mi­gen Oper. Turan­dot, die Toch­ter des Kai­sers von Chi­na soll hei­ra­ten. Um die­sem Schick­sal zu ent­ge­hen hat sie ein drei­tei­li­ges Rät­sel ein­ge­führt, wel­ches die Her­ren lösen müs­sen. Lösen sie es nicht, wer­den sie hin­ge­rich­tet. Nun taucht der flüch­ti­ge Tata­ren­kö­nig und des­sen Sohn auf. Der Sohn ver­liebt sich in die Prin­zes­sin und möch­te das Rät­sel lösen, was er auch tut. Er lässt der Prin­zes­sin die Wahl ihn zu hei­ra­ten oder selbst ein Rät­sel zu lösen (das Rät­sel um sei­nen Namen, den nie­mand zu ken­nen scheint). Wir erfah­ren, dass eine Vor­fah­rin der Prin­zes­sin von den Tata­ren ent­führt und miss­han­delt wur­de, wes­halb Turan­dot es sich zur Auf­ga­be gemacht hat die Her­ren, die sie zur Braut neh­men wol­len zu töten. Die­se Sze­ne schau­ten wir uns an und waren von dem Auf­wand fas­zi­niert, der für das Büh­nen­bild und die Auf­füh­rung betrie­ben wur­de.

Wir emp­feh­len den genau­en Inhalt der Opern nach­zu­le­sen oder sich die Opern ein­mal selbst anzu­schau­en.

Im Anschluss an den schö­nen Vor­trag haben wir gemein­sam mit den Her­ren der Bur­schen­schaft Mar­chia Bonn, auf des­sen Haus wir den Vor­trag hal­ten durf­ten, gegrillt und den Tag aus­klin­gen las­sen.

Wir möch­ten uns noch ein­mal ganz herz­lich bei unse­rer lie­ben Bun­des­schwes­ter Freya für den Vor­trag bedan­ken und freu­en uns dar­auf in Zukunft viel­leicht mal gemein­sam eine der Opern zu besu­chen.