Geschich­te der Damen­ver­bin­dun­gen

Noch bevor die ers­ten Frau­en in Deutsch­land und Öster­reich pro­mo­vie­ren durf­ten, hat­ten sich bereits an meh­re­ren Hoch­schul­or­ten Damen­ver­bin­dun­gen gegrün­det. Die­se neu­en Frau­en­ver­bin­dun­gen über­nah­men zum Teil die Regeln der bestehen­den männ­li­chen Kor­po­ra­tio­nen und adap­tier­ten deren Riten und Lied­tex­te. Viel­fach wur­den dabei auch die äußer­li­chen Merk­ma­le (Cou­leur) der alten Kor­po­ra­tio­nen über­nom­men – mit Aus­nah­me des aka­de­mi­schen Fech­tens.

BücherDie ers­te Damen­ver­bin­dung, der Ver­ein stu­die­ren­der Frau­en „Hil­ari­tas“, wur­de schon im Jah­re 1899 in Bonn gegrün­det. Bis zum Jahr 1933 exis­tier­ten etwa 100 Damen­ver­bin­dun­gen. Mit Aus­bruch des zwei­ten Welt­kriegs kam es jedoch zu einem gro­ßen Rück­schlag des Frau­en­stu­di­ums und damit auch des Damen­ver­bin­dungs­we­sens. Wie alle männ­li­chen Kor­po­ra­tio­nen, die sich nicht in Kame­rad­schaft umbe­nann­ten, wur­den auch die Damen­ver­bin­dun­gen ver­bo­ten.

Bis zum Ende der 70er Jah­re gab es eini­ge Ver­su­che, Damen­ver­bin­dun­gen wie­der auf­le­ben zu las­sen – lei­der ohne gro­ßen Erfolg. Heu­te gibt es eine stei­gen­de Anzahl an Damen­ver­bin­dun­gen, wobei die 1982 gegrün­de­te „AV Merz­hau­sia zu Frei­burg“ die ältes­te durch­ge­hend akti­ve Damen­ver­bin­dung im deutsch­spra­chi­gen Raum ist.